Vor der diesjährigen Corona Krise stand ein ganz anderes Problem im Mittelpunkt von Protesten und wurde zudem heiß diskutiert: der Klimawandel und der Umweltschutz. Ein wenig erstaunlich, wie schnell dies in Vergessenheit gerät. Denn augenscheinlich scheint es aktuell kaum noch jemanden zu interessieren. Ganz im Gegenteil. Seit der Einführung von Einwegmasken und der Verwendung von Einweghandschuhen hat sich ein zusätzliches Problem ergeben. Überall vor den Supermärkten, in Parkanlagen oder auf den Bürgersteigen liegt das neue Müllproblem. Es scheint keinen groß zu kümmern. Noch vor einem Jahr wären die Menschen auf die Straße gerannt und hätten sich darüber beschwert.

Dabei kann ein jeder etwas dazu beitragen. Umweltschutz beginnt nicht auf der Straße, sondern vor der eigenen Haustür. Wenn ein jeder einen kleinen Teil dazu beiträgt, dann wäre es mit Sicherheit schon vieles besser geworden. Aus diesem Grund ist es schlicht weg wichtig, dass Eltern gute Vorbilder sind und ihren Kindern von Anfang beibringen, bewusst zu leben.

Wegwerfgesellschaft nicht als Zwang annehmen

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass wir in einer Konsumwelt leben. Eine regelrechte Wegwerfgesellschaft ist entstanden, die lieber neu kauft, anstelle zu reparieren. Doch das muss sich niemand aufzwingen lassen. Oftmals sind es wirklich nur kleine Reparaturen, die ein Gerät vor dem Sperrmüll bewahren. Wer ein wenig über handwerkliches Geschick verfügt, kann viele Sachen selbst in die Hand nehmen.

Darüber hinaus hilft es natürlich schon, wenn nicht jedes Jahr der neuste Flachbild TV gekauft wird oder jedes Jahr ein neues Smartphone als Statussymbol herhalten muss. Solang die Geräte ihre Funktionen erfüllen, sollte man sich damit zufrieden geben. Es lebt sich deutlich entspannter, wenn man diesem Trend nicht folgt.

Plastikmüll reduzieren und Alternativen ernster nehmen

Das größte Problem weltweit sind nach wie vor die Unmengen an Plastikmüll. Es ist unfassbar, wie viele Tonnen täglich entstehen und schier kein Ende in Sicht ist. Vor allem die illegale Entsorgung über die Gewässer dieser Erde verschärfen die Problematik um einiges. Inzwischen finden sich Mikroplastikteile sogar in den Blutbahnen und in der Luft, die wir atmen.

In diesem Fall ist es nicht kurz vor, sondern inzwischen kurz nach zwölf. Dabei gibt es inzwischen Alternativen. Diese müssen jedoch endlich von den Konzernen ernster genommen werden. Eine davon ist Hanf. Aus der schnell wachsenden Hanfpflanze lässt sich über chemische Prozesse Ethanol gewinnen. Darüber hinaus verfügt die recht anspruchslose Pflanze über die festesten Naturfasern. Daraus lässt sich unter anderem Kunstseide gewinnen oder auch Zelluloid. Hanf als Plastikersatz ist längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern greifbar nah.

Die Erde ist nur geliehen

Ein altes, indianisches Sprichwort besagt, dass wir Menschen die Erde von unseren ungeborenen Kindern geliehen und nicht von unseren Vätern geerbt haben. Diese Weisheit sagt im Grunde genommen alles aus. Jeder hat es ein wenig selbst in der Hand. Auf unnötige Verpackungen zu verzichten. Nicht jeden Meter mit dem Auto fahren, sondern auch mal wieder zu Fuß gehen.

Sich mit älteren Menschen unterhalten, um überhaupt zu verstehen, dass es deutlich weniger ist, was man zum glücklich sein braucht. Allmählich verschwindet die letzte Generation, die noch mit Ehrfurcht aufwuchs und deutlich mehr Rücksicht genommen hat. Heute ist alles im Überfluss erhältlich und leider leben viel zu viele Menschen nach dem Motto: Nach mir die Sintflut. Wenn wir nicht wollen, dass die nächste Generation ebenso so verschwenderisch lebt, liegt es heute schon an uns, dagegen zu steuern. Eltern nehmen hier eine wichtige Vorbildfunktion ein und dessen sollte man sich durchaus bewusst sein.

Fazit

Umweltschutz muss sich nicht zwingend nur auf andere konzentrieren. Es beginnt im Kleinen. Bei jedem selbst und jeder kann etwas dazu beitragen. Auf ganz verschiedenen Wegen lässt sich Tag täglich ein kleiner Beitrag für eine bessere Umwelt leisten.