Wer zu Hause pflegebedürftige Angehörige betreut, soll in Zukunft steuerlich entlastet werden. Auch ein erhöhtes Pflegegeld für pflegende Angehörige wird derzeit in der Politik viel diskutiert. Hintergrund ist, dass die Altenpflegeheime kaum noch über freie Kapazitäten verfügen, auch das Pflegepersonal ist rar. Altenpfleger arbeiten oftmals in Schichten, die körperlich und seelisch schwere und belastende Arbeit ist in den meisten Fällen dabei aber viel zu schlecht bezahlt.

Wer sich zu Hause um seine pflegebedürftigen Angehörigen wie Eltern oder Großeltern kümmert, möchte meist die in Altenheimen häufig verwendeten psychoaktiven Medikamente vermeiden. Ohne Antidepressiva und Stimmungsaufheller reden demente Menschen zum Beispiel mehr und sitzen nicht nur den ganzen Tag herum und dämmern vor sich hin. CBD wird von vielen Medizinern bei Demenz und Alzheimer eingesetzt, um die Konzentrationsfähigkeit bei Geronten zu steigern. Im Gegensatz zu Neuroleptika kommt es bei der Einnahme von dem natürlich vorkommenden, intensiven Wirkstoff Cannabidiol nicht zu einem Realitätsverlust, auch die sedierende Wirkung bleibt aus.

Eine Demenz kann von CBD-haltigen Präparaten nicht aufgehalten werden. Es ist lediglich möglich, beginnende Ausfälle in der Erinnerung hinauszuzögern, wozu sich übrigens auch Ginkgo hervorragend eignet. Bei einer fortgeschrittenen Vergesslichkeit im Alter ist vielfach beobachtet worden, dass Senioren nach einer CBD Gabe auf einmal wieder Handlungen im Alltag ausführen können, die bereits verloren geglaubt waren.

Wie wirkt CBD im Gehirn?

Cannabidiol kann die Hirnaktivität anregen. Der natürliche Wirkstoff dockt an Rezeptoren an, welche im menschlichen Gehirn seit der Geburt vorhanden sind. Dabei kann CBD auf die Nervenbahnen stärkend wirken, sodass die Informationen zwischen den einzelnen Hirnzellen wieder besser fließen können. Zugleich wirkt das natürliche Cannabinoid angstlösend, was nicht nur von älteren Anwendern überaus geschätzt wird. Bei einer Demenz ziehen sich viele Menschen in sich und ihre Gedankenwelt zurück, da sie sich schämen, wenn sie etwas Falsches oder Unsinniges sagen. Sie können Ihren vergesslichen Angehörigen auch helfen, indem Sie einfach mitspielen und nicht ständig auf sinnlose Aussagen aufmerksam machen.

Kann man in Deutschland legal Cannabidiol kaufen?

Nicht alle Wirkstoffe aus Cannabispflanzen unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz. Da bei dem Wirkstoff Cannabidiol keinerlei psychoaktive Wirkungen möglich sind, ist der Besitz oder der Handel mit CBD nicht per Gesetz verboten. CBD Liquid aus Deutschland besitzt eine hohe Qualität und dabei einen überaus geringen Anteil an THC, welches ebenfalls in Cannabisblüten vorkommt. Wer sich einen höheren THC-Gehalt in CBD-Produkten wünscht, kann beim behandelnden Hausarzt eine entsprechende Verordnung erhalten. Es gibt eine Vielzahl von Krankheiten, bei denen THC und CBD als Therapieform seit einigen Jahren in Deutschland zur Anwendung kommen.

Schwach CBD-haltige Produkte, wie etwa Kaugummis, sind in jeder Drogerie und in vielen Supermärkten erhältlich. Mohn ist ja auch nicht verboten, obwohl aus der Mohnpflanze Opiate hergestellt werden können. Opiate werden bei starken Schmerzen vom Arzt verschrieben und gelten als „harte Drogen“. Cannabis ist ebenso mittels BtM-Rezept in der Apotheke erhältlich und zählt bis zur Legalisierung als „weiche Droge“. CBD, eins der über 100 Cannabinoide in Hanfblüten, zählt nicht als Droge und ist daher in Deutschland legal und frei verkäuflich.

Wer darf CBD einnehmen?

Grundsätzlich können Nahrungsergänzungsmittel von Kindern mit gesundheitlichen Defiziten eingenommen werden, Erwachsene und alte Menschen profitieren von den gesundheitsfördernden und wohltuenden Wirkstoffen in CBD. Bei Kindern kommt Cannabidiol vor allem bei starken Muskelkrämpfen, sogenannten Spastiken, zum Einsatz. Auch bei einer verminderten Konzentrationsfähigkeit bei einer ADHS-Erkrankung verzeichnen Mediziner Erfolge in der Cannabidiol-Therapie bei Kindern und Jugendlichen.

Der größte Vorteil gegenüber pharmazeutischen Arzneimitteln ist der Mangel an Nebenwirkungen von CBD. Es kann in seltenen Fällen zu einer Überempfindlichkeit gegenüber Cannabidiol als Wirkstoff kommen. Ansonsten treten nach der CBD-Gabe keinerlei unerwünschte Nebenwirkungen auf, auch eine versehentliche Überdosierung verläuft komplikationsfrei.

Bei alten Menschen und jüngeren Kindern sollte die Wirkung von CBD besonders beobachtet und gegebenenfalls in einem CBD Tagebuch dokumentiert werden. Erhalten Kinder mit einer ADS-Störung Cannabidiol, wird das Schriftbild beim Tagebuchschreiben nach der Einnahme des Cannabinoids deutlicher, es treten weniger orthografische Fehler beim Schreiben auf. Demente Senioren können sich oftmals nicht mehr umfangreich äußern, weder zum eigenen Zustand noch zu Eindrücken aus der Umwelt. Schreiben Sie bei Bedarf auf, wie sich der Gemütszustand in den Stunden nach der CBD Einnahme verändert und welche positiven oder negativen Wirkungen individuell auftreten.

Sie können die Dosierung von Cannabidiol bei Kindern, Jugendlichen oder Senioren solange steigern, solange die Wirkweise als wohltuend und angenehm empfunden wird. Empfinden Sie den Behandelten aber als matt oder leicht müde, sollten Sie die Dosis CBD bei der nächsten Einnahme etwas verringern. Tritt die Wirkung nicht stark genug ein, erhöhen Sie die Dosierung an Cannabidiol, bis die gewünschte Wirkung voll und ganz zutage tritt.